Geschichte von Itelfingen



  • In den Krisenjahren vor dem zweiten Weltkrieg organisierten Pfarrer Alfred Hübscher, Lehrer Hugo Bachmann und Jaques Schmid ein Beschäftigungsprogramm für Arbeitslose unter der Aufsicht der reformierten Kirchgemeinde Wipkingen. Das Ziel ist es, mit zwei Militärbaracken vom 1. Weltkrieg Ferienhäuser auf einer Parzelle mit einem herrlichen Ausblick auf den Zugersee zu errichten. So entstanden 1936 ein Familien- und ein Jugendhaus.

    Zur Weiterführung der Ferienhäuser wird 1966 die Ferienhausgenossenschaft der reformierten Kirchgemeinde Zürich Wipkingen gegründet.


    Die rege Benützung und das Alter der Häuser liess die Idee entstehen, die Baracken durch einen Neubau mit 40 Plätzen zu ersetzen. Eine rechtskräftige Baubewilligung wird 1980 von der Gemeinde Meierskappel erteilt. Die Finanzierung ist noch nicht ganz gesichert und so zögert der Vorstand mit dem Baubeginn. Damit die Baubewilligung nicht vefällt, wird mit dem Abbruch des Jugendhauses begonnen. Da erfolgen Einsprachen von Anwohnern und der Seestrassengenossenschaft gegen die Ausschreibungsart der Gemeinde Meierskappel. Diese veranlasst einen Baustopp. Nach langem hin und her wird auf das Gesuch der Gemeine Meierskappel, das Projekt nochmals auszuschreiben, eingetreten. Leider wird dieses Entgegenkommen nicht positiv aufgenommen, da wiederum Einsprachen erfolgen und diese werden bis zum Bundesgericht weitergezogen. Der Entscheid am 16.10.85 fiel gegen den Neubau in Itelfingen aus, mit der Begründung, dass in der Landwirtschaftszone nur noch bestehende Anlagen benutzt werden dürfen und keine Neubauten möglich sind.

    Leider ist die noch bestehende Baracke vom Zeitpunkt der Einsprachen an nicht mehr bewohnbar, da die Abwasssergrube ebenfalls zerstört wurde.

    Nach dem der negative Entscheid verkraftet ist, wird wieder positiv in die Zukunft geschaut. Das Ziel ist es, das bestehende Haus so herzurichten, dass es vermietet werden kann. Es wird eine neue Abwassergrube erstellt, die Küche mit neuen Kästen bestückt und zum Zeichen, dass es weiter geht, eine neue Haustüre und neue Fensterläden montiert. Am 1. August 1992 ist das Haus wieder vermietet.

    Am Wochenende vom 29./30. August 1992 ist wiederum ein Arbeitswochenende vorgesehen. Die Fronarbeiter finden ein Chaos vor. Der Orkan, welcher während der Nacht wütete, liess mehrere Baüme umstürzen. Zum Glück wurde das Haus nur wenig beschädigt. Die zerbrochenen Ziegel sind dann der Auslöser, dass im November das Dach neu eingedeckt wird.

    Trotzdem die Ringabwasserleitung um den Zugersee vor über 30 Jahren erstellt wurde und die Leitung beim Restaurant Landhus vorbeiführt, ist das Gebiet Böschenroth nie angeschlossen worden. Der Nichtanschluss verhinderte auch immer wieder die Sanierung/Anpassung der sanitären Einrichtung an die erforderlichen Bedürfnissen (Dusche etc.). Ganz unerwartet kam im Herbst 1995 der Bericht, dass im Frühling das Gebiet Böschenrot angeschlossen wird. Da das Haus an Ostern schon vermietet ist, bleibt nicht viel Zeit für eine umfangreiche Sanierung. Als erstes wird die Abwasserleitung vom Anschluss an der Seestrasse bis zum Hause und zugleich, im selben Graben, eine neue Wasser- und Stromleitung erstellt.

    Das Haus wird im vorderen Teil unterkellert für die Installation eines 500 Liter Warmwasserboilers und eines Elektrotableaus. Im Haus selber werden die WC saniert, ein Waschraum mit einer Dusche erstellt und die ganze Elektoinstalltion neu verlegt. Eine gut erhaltene Küchenkombination wird montiert. Ebenfalls werden alle Räume neu gestrichen. Die Leistung von vielen Fronarbeitsstunden, welche zur Einsparung der Ausgaben beitragen und dank Spenden konnten 1998 auch noch die Fenster ersetzt werden.

  • Last Update: 13.09.01